Revidiertes Geldwäschereigesetz · ab 1. Oktober 2026

Gilt die neue GwG-Pflicht ab Oktober 2026 auch für Sie?

Die Revision des Geldwäschereigesetzes nimmt erstmals beratende Berufe in die Pflicht. Ob Treuhand, Anwaltskanzlei, Notariat oder Immobilien — wir helfen Ihnen herauszufinden, was für Sie gilt, und begleiten Sie Schritt für Schritt.

In wenigen Minuten Klarheit — verständlich erklärt, ohne Fachchinesisch.

Auf Schweizer Recht abgestützt Transparent & belegbar Hosting in der Schweiz
Stichtag Inkrafttreten
1. Oktober 2026
Tage
Std.
Min.
Sek.
Wer neu unterstellt ist, schliesst sich innert zwei Monaten ab dem Stichtag einer FINMA-anerkannten SRO an.
Die Revision in Kürze

Das ändert sich mit der Revision

Die Schweiz zieht bei der Geldwäschereiprävention nach und folgt damit den Empfehlungen der FATF. Neu rücken auch beratende Tätigkeiten in den Fokus. Das Wichtigste auf einen Blick — beschlossen am 26. September 2025, gültig ab dem 1. Oktober 2026.

Beratung wird pflichtig

Wer Gesellschaften aufsetzt, Strukturen plant, Trusts oder Stiftungen betreut oder beim Immobilienkauf mitwirkt, kann neu dazugehören.

neuer Geltungsbereich

Genauer hinschauen

Wer hinter einem Mandanten wirklich steht, muss künftig konsequenter geklärt werden — gerade bei Beteiligungen über mehrere Stufen.

Art. 3 & 4 GwG

Risiko gibt den Takt vor

Je heikler die Konstellation — PEP, Sitzgesellschaft, undurchsichtige Kette —, desto gründlicher wird nach Herkunft und Zweck gefragt.

Art. 6 GwG

Anschluss an eine SRO

Ohne Selbstkontrolle geht es nicht: Unterstellte schliessen sich einer von der FINMA anerkannten Organisation an — und das zügig nach dem Stichtag.

SRO · FINMA-Aufsicht
Geltungsbereich

Wer neu dabei ist — und wer nicht

Es zählt nicht der Titel auf Ihrer Visitenkarte, sondern was Sie tatsächlich tun. In die Pflicht kommen transaktionsnahe Beratungen mit erhöhtem Risiko; die reine Berufsausübung bleibt aussen vor.

erfasst Das löst eine Pflicht aus

Gesellschaften aufsetzen & umbauen
Eine Firma gründen, organisieren oder verkaufen — Sitzgesellschaften eingeschlossen.
Trusts & Stiftungen
Solche Gebilde errichten, führen oder wieder auflösen.
Immobiliengeschäfte
Beim Kauf oder Verkauf von Grundstücken und Liegenschaften mitwirken.
Firmen kaufen & verkaufen
Share- oder Asset-Deals begleiten und abwickeln.
Vermögen & Konten verwalten
Mandantengelder, Konten oder Wertschriften betreuen.

ausgenommen Das bleibt unberührt

Vor Gericht vertreten
Die klassische anwaltliche Arbeit vor Gerichten und Behörden.
Familien- & Erbsachen
Angelegenheiten ohne Bezug zu einer Transaktion.
Blosse Rechtsauskunft
Raten, ohne an einem Geldgeschäft mitzuwirken.
Kleinstfälle
Geschäfte unterhalb der Schwellen, die die Verordnung festlegt.
Für Anwältinnen, Anwälte und Notare gelten bei der SRO-Kontrolle besondere Vorkehrungen, damit das Berufsgeheimnis gewahrt bleibt.
Wenn die Pflicht greift

Diese Pflichten gelten bei Unterstellung

Sind Sie betroffen, gibt es fünf Dinge, die laufend und sauber dokumentiert ablaufen müssen. Dazu kommen der SRO-Anschluss und eine Meldung, sobald etwas faul ist.

1

Gegenüber feststellen Art. 3 GwG

Wer sitzt Ihnen gegenüber? Bei Personen reicht ein gültiger Ausweis, bei Firmen ein aktueller Registerauszug — festhalten und ablegen.

2

Wer steht dahinter? Art. 4 GwG

Hinter jeder Firma stehen Menschen. Ab einer Kontrolle von 25 Prozent — oder Einfluss auf anderem Weg — sollten Sie wissen, wer das ist.

3

Stimmt das Bild? Art. 6 GwG

Passt das Geschäft zum Mandanten? Zweck der Beziehung und Herkunft des Geldes sollten plausibel sein — bei erhöhtem Risiko besonders gründlich.

4

Dranbleiben

Eine Geschäftsbeziehung endet nicht nach dem ersten Termin. Halten Sie die Angaben aktuell und behalten Sie Auffälliges im Auge.

5

Festhalten & aufheben Art. 7 GwG

Was nicht dokumentiert ist, gilt im Ernstfall als nicht geschehen. Unterlagen bleiben zehn Jahre über das Mandatsende hinaus griffbereit.

Im Verdachtsfall melden Art. 9 GwG

Verhärtet sich ein Verdacht, führt kein Weg an einer Meldung vorbei — sie läuft über das MROS-Portal goAML.

Zeitplan & Risiken

Fristen und was sonst auf dem Spiel steht

Der Stichtag steht. Wer erst am 1. Oktober aufwacht, gerät schnell in Verzug — beim SRO-Anschluss und bei der Dokumentation.

26. September 2025

Im Parlament beschlossen

National- und Ständerat verabschieden die Revision samt Transparenzgesetz (TJPG).

12. Juni 2026

Bundesrat legt los

Der Bundesrat bestimmt den Starttermin und verabschiedet die Ausführungsverordnungen.

1. Oktober 2026

Es gilt

Revidiertes GwG und Transparenzregister sind in Kraft — die Sorgfaltspflichten greifen.

+ 2 Monate

SRO an Bord

Bis dahin muss der Anschluss an eine FINMA-anerkannte SRO stehen.

Was Nichtstun kosten kann

Mit Absicht versäumtbis CHF 500'000
Aus Nachlässigkeitbis CHF 150'000
Von AufsichtsseiteFINMA-Verfahren
In schweren FällenBerufsverbot
Und nicht zu unterschätzenRuf & Vertrauen
Strafbestimmungen Art. 37 GwG
Vom Check zum laufenden Cockpit

Compliance, die man nachvollziehen kann

Kein Einmal-PDF, kein undurchsichtiger Automat. Erst Klarheit, ob es Sie betrifft — dann ein Werkzeug für den Alltag und Fachleute, wenn es knifflig wird.

Schritt 1 · kostenlos

Unterstellungs-Check

Ein paar gezielte Fragen zu Ihrer Tätigkeit genügen. Am Ende steht eine klare Antwort — samt Begründung und Verweis auf die passende Gesetzesstelle.

  • Offene Logik statt Blackbox
  • Jede Antwort ist begründet
  • In wenigen Minuten erledigt
Check starten
Cockpit
Schritt 2 · laufend

Sorgfaltspflichten-Cockpit

Alle Mandate übersichtlich an einem Ort: Identifikation, wirtschaftlich Berechtigte, Risiko-Einstufung, Dokumentation, MROS-Vorbereitung und ein lückenloser Verlauf.

  • Dauerhaft statt einmalig
  • Risiko-Ampel & Fortschritt im Blick
  • Verlauf & 10-Jahre-Ablage inklusive
Zugang vormerken
Schritt 3 · bei Bedarf

Persönliche Prüfung

Ihr Fall liegt nicht eindeutig? Unsere Schweizer Fachleute schauen ihn persönlich an und begleiten Sie auch beim Anschluss an eine SRO.

  • Echte Menschen, kein Automat
  • Begleitung bis zum SRO-Anschluss
  • Treuhand- & Rechtserfahrung
Beratung anfragen
Warum kein KI-Automat?  Wenn FINMA, SRO oder Strafbehörden nachfragen, müssen Sie jede Einschätzung erklären können. Eine offengelegte, regelbasierte Logik lässt sich prüfen — eine Blackbox nicht.
Für wen

Wem das hier weiterhilft

Treuhänder/innenGründung, Verwaltung, Strukturierung
Anwält/innen & Notar/innenMandate rund um Transaktionen
Immobilienmakler/innenKäufe und Verkäufe von Liegenschaften
Unternehmensberater/innenM&A und Strukturierung
Buchhaltung & Family OfficesVermögen und Konten betreuen
SRO & VerbändeAuf Anfrage für Ihre Mitglieder
Ratgeber

Hintergrund zum Nachlesen

Häufige Fragen

Kurz und klar beantwortet

Was bringt die Revision konkret?
Erstmals werden auch beratende Berufe in die Pflicht genommen, wenn sie an heiklen Geschäften mitwirken — etwa beim Aufsetzen oder Verkaufen von Gesellschaften, bei Trusts und Stiftungen oder rund um Immobilien. Wer bislang aussen vor war, kann ab dem 1. Oktober 2026 dazugehören.
Bin ich überhaupt betroffen?
Entscheidend ist nicht Ihr Berufstitel, sondern Ihre Tätigkeit. Üben Sie berufsmässig etwas aus, das der erweiterte Geltungsbereich nennt, kann eine Unterstellung vorliegen. Der Check führt Sie durch die relevanten Fragen und sagt Ihnen, woran Sie sind.
Welche Pflichten kommen auf mich zu?
Fünf Kernpunkte: das Gegenüber feststellen, die wahren Eigentümer klären, Hintergrund und Geldherkunft prüfen, die Beziehung im Blick behalten und alles zehn Jahre aufbewahren. Dazu der SRO-Anschluss und eine Meldung an die MROS, sobald ein Verdacht entsteht. Art. 3, 4, 6, 7, 9 GwG
Muss ich mich wirklich einer SRO anschliessen?
Ja — ohne Anschluss an eine FINMA-anerkannte Selbstregulierungsorganisation geht es für Unterstellte nicht. Sie achtet darauf, dass die Sorgfaltspflichten eingehalten werden. Der Anschluss muss kurz nach dem Stichtag stehen; für Anwälte und Notare gibt es Sonderregeln zum Berufsgeheimnis.
Und wenn ich einfach nichts tue?
Im besten Fall passiert nichts — im schlechtesten wird es teuer. Möglich sind Verfahren der FINMA, Bussen im sechsstelligen Bereich, in gravierenden Fällen ein Berufsverbot und ein spürbarer Schaden für Ruf und Vertrauen. Art. 37 GwG
Ist das nicht dasselbe wie das Transparenzregister?
Nein, das sind zwei Paar Schuhe. Das Transparenzregister verpflichtet die Gesellschaft selbst, ihre wahren Eigentümer zentral zu melden. Sie als Berater bleiben unabhängig davon in der Pflicht, dieselben Personen eigenständig zu prüfen — und Unstimmigkeiten innert 30 Tagen weiterzugeben.
Steckt da künstliche Intelligenz dahinter?
Nein. Hinter dem Check steht eine offen nachvollziehbare Logik, die sich direkt aus dem Gesetz ableitet. Jedes Ergebnis lässt sich begründen und mit der passenden Bestimmung belegen — genau das, worauf es im Prüfungsfall ankommt.

Verschaffen Sie sich Klarheit

Machen Sie den Check oder lassen Sie Ihren Fall persönlich anschauen. Bei Grenzfällen, Lizenzen für Verbände oder einfach offenen Fragen sind wir gern für Sie da.

Antwort innert 24 Stunden Persönlich, von Schweizer Fachleuten
Danke — Ihre Nachricht ist da. Wir melden uns innert 24 Stunden bei Ihnen.